Dienstag, 22. Juni 2010

„Nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden“

Sel. Teresa von Kalkutta (1910 – 1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
- No Greater Joy

Für jede Krankheit gibt es mehrere Medikamente und Behandlungsarten. Aber solange sich keine sanfte, dienstbereite Hand und kein großes zur tätigen Liebe bereites Herz anbieten, kann, so glaube ich, eine so schreckliche Krankheit, wie es der Mangel an Liebe ist, nie geheilt werden.

Keiner von uns hat das Recht zu verurteilen – wen auch immer. Selbst dann nicht, wenn wir Menschen sehen, die Schiffbruch erleiden, ohne zu wissen warum. Fordert uns Jesus nicht auf, keinen zu verurteilen? Vielleicht haben auch wir Schuld, dass diese Menschen so geworden sind, wie sie jetzt sind. Wir müssen begreifen, dass sie unsere Schwestern und Brüder sind. Der Leprakranke da, der Trunksüchtige, der Kranke – sie sind unsere Brüder, weil auch sie für eine größere Liebe geschaffen worden sind. Das dürfen wir nie vergessen. Jesus Christus selber identifiziert sich mit ihnen, wenn er sagt: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan"(Mt 25,40). Und vielleicht sind diese Menschen, die ohne jede Zuwendung und Liebe sind, deswegen gestrandet, weil wir ihnen unsere Fürsorge und Anteilnahme verweigert haben. Dem Armen gegenüber, der leidet, sei sanft, unendlich sanft! Wir wissen so wenig, was er gerade durchmacht. Am schwersten ist es, wenn man nicht angenommen wird.
Quelle: Kommentar zum Tagesevangelium vom 21.06.2010

+ o crux, ave spes unica!

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